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Rußkopf Kiwi mit Schnabelproblem

 
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Cat
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BeitragVerfasst: 09.02.2005 11:57 am    Titel: Rußkopf Kiwi mit Schnabelproblem Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

will ich auch mal von den weniger erfreulichen Dingen berichten...

Bei unserem Rußkopf Kiwi fiel uns vor einiger Zeit auf das sein Schnabel komisch aussieht:





Wir haben uns also mal umgehört und um Rat gefragt was denn die Ursache dafür sein könnte. Die Begriffe Stoffwechselstörung, Leberproblem, Pbfd ließen uns dann relativ schnell einen Tierarzt in Chemnitz aufsuchen. Diese TA schnitt im Grunde nichts vom Schnabel ab und erklärte uns das das schonmal vorkommen kann und man da nichts machen kann. Die direkte Frage nach einer Stoffwechselstörung verneinte sie, das könne nicht die Ursache sein.

Also wieder nach Hause mit dem Kurzen und weiter im Leben, auch wenn mich der TA-Besuch nicht wirklich zufrieden stellte. Der Schnabel wuchs weiter und wurde bedächtlich lang, leider habe ich kein Bild davon. Ich bekam bereits Angst das er bald nicht mehr richtig fressen könnte, das beobachteten wir natürlich genau.

Also fassten wir den Entschluss über 200 km zu einer vogelkundigen TA nach Berlin zu fahren. Von diesem TA-Besuch war ich einfach überwältigt, es wurde sich viel Zeit für uns genommen, alles ins Detail erklärt, Fragen ausführlich beantwortet und vor allem alles für den Vogel getan. Ich fühlte mich zum ersten Mal mit einem Vogel gut aufgehoben beim Tierarzt. Kiwi wurde begutachtet, gewogen, geröntgt und jede Menge Fragen zu ihm, der Unterbringung u.s.w. gestellt.

Die Diagnose für Kiwi war niederschmetternd, aber ich war erleichtert zu wissen was er hat und wie man ihm helfen kann. Seine Leber ist fast auf das Doppelte geschwollen, bereits seine Luftsäcke wurden durch die dicke Leber eingeengt. Die Niere war auch etwas geschwollen. Das erklärt auch warum er uns in letzter Zeit nicht mehr so agil erschien, auch wenn er das gut überspielte.

Jetzt bekommt er ein Antibiotika um eine evtl. Virusinfektion auszuschließen und dann über einen längeren Zeitraum ein Leber- und Niere - unterstützendes Mittel.

Wir hoffen sehr das die Medizin unserem kleinen Mann hilft und er noch ein langes Leben in unserem Schwarm vor sich hat Smile

Ich schreibe das hier auch aus dem Grund weil ich mich maßlos darüber ärgere das die TA in Chemnitz nicht zugeben wollte das sie sich mit Vögeln nicht auskennt und unserem Kiwi nicht geholfen hat und ihn hätte einfach sterben lassen - das kommt schon mal vor Evil or Very Mad
Vielleicht helfen meine Zeilen euch weiter, euren TA und die Behandlung besser einzuschätzen und vielleicht fällt euch so die Entscheidung ein Stück weiter zu einem vogelkundigen TA zu fahren etwas leichter :-k
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Katrin
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BeitragVerfasst: 09.02.2005 16:32 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Cat,

das ist ja echt schrecklich. Tut mir richtig leid euer Kiwi.
Leberprobleme sind ja für unsere Piepser super bedrohlich.
Hoffentlich hilft das Antibiotikum und er wird bald wieder gesund.

Aber warum ist der Schnabel so gewachsen?

Zum Thema TA kann man echt von Glück sagen, daß du als Vogelmama
es mal wieder besser wußtest und zum Glück die Diagnose des ersten TA angezweifelt hast. Wirklich unglaublich, was sich so ein Arzt dabei denkt.

Aber da sieht man mal, daß es schon wichtig ist, daß man auch weite Wege in Anspruch nehmen sollte um den Kleinen zu helfen.

Gute Besserung für Kiwi und einen dicken Knutscher für ihn auf den langen Schnabel.

Liebe Grüße
Katrin
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Tine
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BeitragVerfasst: 09.02.2005 19:39 pm    Titel: Antworten mit Zitat

"Aber warum ist der Schnabel so gewachsen?"

Hallo Katrin,

bin zwar nicht Cat, antworte aber trotzdem Shocked

Übermäßiges Schnabelwachstum >kann< Folge einer Stoffwechselstörung sein, z.B. wenn die Leber nicht richtig arbeitet. Ich kenne das ebenfalls von 2 Wellis, bei denen der Schnabel übermäßig wächst - da muss ich regelmäßig kürzen, da auch Äste, Picksteine etc. nicht helfen.

Zum Glück gibt es vielfältige Möglichkeiten die Leberfunktion zu unterstützen.

Der Trip nach Berlin war goldrichtig für Kiwi, Cat und Steffen, auch wenn 200 km wirklich heftig sind.
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Tine

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Cat
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BeitragVerfasst: 09.02.2005 21:12 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Tine war mal wieder schneller...

Wir werden auch in Zukunft die weite Strecke auf uns nehmen wenn es notwendig ist, da bin ich einfach beruhigt wenn ich weiß das die Pieper in guten Händen sind Smile
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Isa
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BeitragVerfasst: 23.02.2005 0:55 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Cat!

Sag mal, es gibt doch hier in Leipzig eine riesige Tierklinik. Ist da niemand dabei der sich mit Vögeln auskennt oder hast du dich noch nicht darüber informiert?
Leipzig ist ja immerhin näher als Berlin...?! Wink

Und dann nebenbei noch ne kleine Frage: Wie hoch sind eigentlich die Tierarztkosten so? Bei ner Meersau kostet ja schon das Krallen schneiden um die 5€... da möcht ich gar nich wissen was für ne Rechnung kommt wenn die Kleinen Medikamente oder sowas bekommen?!

Könnt ihr mir so ungefähr sagen was die TA ca. nehmen?
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Cat
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BeitragVerfasst: 23.02.2005 9:04 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Isa,

doch in Leipzig gibt es auch eine spezielle Vogelklinik in der Tierklinik. Ich hab mich schon mal auf der Webseite informiert. Ich hatte da vor einiger Zeit auch mal eine Anfrage per Email gemacht, aber leider keine Antwort erhalten.

Warum wir ausgerechnet nach Berlin gefahren sind hat verschiedene Gründe. Zum einen haben wir schon oft positive Berichte über Fr. Dr. Kling gelesen und gehört und Fr. Dr. Klings Praxis ist eine reine Vogelpraxis. Also aufgrund der vielen Empfehlungen wollten wir einfach mal einen TA aufsuchen der sich wirklich mit Vögeln auskennt und dadurch einen Eindruck von einer vogelkundigen TA-Behandlung bekommen. So hat man eher einen Anhaltspunkt ob ein anderer TA (in der Nähe z.Bsp.) sich überhaupt mit Vögeln auskennt oder nicht. Vorher waren wir nur an unfähige TA's geraten, die einfach nicht zugeben wollten das sie keine Ahnung von Vögeln haben Sad Ob wir nun immer nach Berlin fahren wenn was mit den Süßen ist weiß ich auch nicht, das werden wir dann sehen. Noch ein Grund war, das wir sowiso desöfteren in Berlin sind, also lässt sich eine Reise nach Berlin auch noch mit einem Besuch und netten Plausch bei Bekannten verbinden Wink

Von der Tierklinik Leipzig haben wir auch schon positive Berichte gelesen und gehört, sicher bist du dort mit deinen Vögeln gut aufgehoben!

Zu den Kosten, die können schon sehr hoch werden wenn es die Pieper mal wirklich erwischt. Wir haben für unsere Tiere für evtl. Tierarztkosten immer etwas zurück gelegt, so 100 bis 200 Euro.

Für den Besuch mit Kiwi und Bommel bei Fr. Dr. Kling haben wir ca. 40 Euro bezahlt, dabei enthalten war die Untersuchung von 2 Vögeln (Wiegen, Begutachten, Abtasten), Röntgen von Kiwi, Kotuntersuchung von Bommel, eine ausgiebige Beratung und 1 x Baytril und Phytorenal (oder so ähnlich). Was jedes einzeln gekostet hat weiß ich jetzt aber nicht...

Das ist aber sicherlich auch von TA zu TA verschieden, zum Vergleich, wir waren mit unserem Zwerghamster jetzt 2 x beim TA hier bei uns und das hat uns mittlerweile ca. 30 Euro gekostet, davon 13 Euro das Medikament. Naja diese Tierklinik ist aber wohl hier bei uns schon als Abzocker in Verruf Confused

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Katrin
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BeitragVerfasst: 23.02.2005 13:13 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Isa,

ich habe in der Vogelklinik die Erfahrung gemacht, daß es da viel günstiger ist als bei einem niedergelassenen Tierarzt.

Als ich mit unserem Kleinchen mal als Notfall zum Not-Tierarzt gegangen bin, mußte ich für 1x Gucken und 1 Spritze € 35,-- bezahlen + eine Creme für € 7,--.

Da ich da so unzufrieden war, bin ich gleich am nächsten Tag in die Vogelklinik gefahren. Da habe ich für ca. 6 Besuche in 3 Wochen inkl. Untersuchungen, Kotproben, Medikamente, Vitamine, Ringe entfernen und Röntgen nur ca. € 50,-- bezahlt.

War ja jetzt auch gerade wieder da um Kleinis kahle Stelle am Kopf untersuchen zu lassen. Zusätzlich habe ich noch ein Medikament bekommen und ich habe noch eine Flasche Vitamine gekauft und habe auch Federn für die DNA-Analyse entnehmen lassen. Alles zusammen hat nur € 14,20 gekostet.

Du siehst also, die Preise da sind ganz human. Trotzdem würde ich wie Cat schon vorgeschlagen immer eine kleine Reserve sparen, denn wenn wirklich mal einer richtig krank ist, sollte die Behandlung nicht an deinen Finanzen scheitern.

Es ist ja bei Tieren so, daß man gefragt wird, ob du der Untersuchung zustimmst. Z.B. habe ich vor dem Einschläfern verlangt, daß nochmal geröntgt wird um ganz sicher zu gehen. Da fragte man mich, ob ich das wirklich will, wegen der Kosten. Das bedeutet also, wenn du keine Kohle hast, ist es leider dem Menschen überlassen ob er sein Tier behandeln läßt oder sich einfach nicht weiter drum kümmert.

Das ist natürlich echt bedenklich, aber ich gehe davon aus, daß alle hier im Forum keine Kosten und Mühen scheuen würden um den kleinen Piepsern zu helfen. Aber solche Menschen gibt es eben auch. Leider.

Liebe Grüße
Katrin
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